Das Dilemma mit den Tools an Schulen

Man könnte es ein kurzes insight nennen – ich nenne es bewusst Dilemma.

Wir wissen alle, die aktuelle Zeit stellt das Bildungssystem weiterhin auf die Probe. Auch Unternehmen sind teilweise an ihren Grenzen. Wer nicht digital affin ist muss sich, so reisserisch es klingt, Hilfe holen.

Self-Hosted, Datenschutz und Co

Schulen setzten bewusst auf Self-Hostet Anbieter wir Moodle anstelle von Google-, Apple-, oder Microsoft-Classroom. Auf einem 5 Jahre alten Server läuft dann auf vier Prozessorkernen ein durchaus intelligentes System welches dann über ein internes Schulnetz mit Gigabit-Geschwindigkeit in den Computerräumen erreichbar ist. Leider auch nur da, denn für den Zugriff von extern über das World-Wide-Web müssen die Datenpakete erst einmal durch die 35 Jahre alte Kupferleitung transportiert werden. Wenn das geschafft ist kommen wir wieder zurück zum Server. Dieser war ursprünglich natürlich nicht dafür ausgelegt um alle 600 Schüler gleichzeitig bedienen zu können. Kein Problem – IT Lehrer kennt sich schon aus. Neben Moodle läuft nun auch Jitsi.org.

Ironischer weise könnte man das Problem an Schulen mit den kostenlosen Classroom Lösungen von Google, Apple und Microsoft lösen – neben einer intuitiven Bedienung kommt noch eine perfekte Integrität in die Geräte der Schüler als großer Vorteil zum tragen. Abgelehnt wegen Datenschutz.
Ja, kann man verstehen. Also Nutzer wir unseren eigenen Server uns senden die Dokumente dann per Gmail und Outlook an die Email von den Lehrenden. Komisch lustig amüsant oder?


Bei dem StartUp Feelbelt habe ich letztes Jahr als erste Prozessoptimierende Maßnahme die Tools reduziert und ein all-in-one Integrierendes sowie Performantes, intuitives System eingeführt. Nennt sich Google Workspace.

Ganz schön viele Tools

Meine Schwester hat mir gestern Abend erzählt wie bei ihr das Fach Englisch Abläuft.

Man trifft sich auf #webex , arbeitet mit #moodle, präsentiert über #bigbluebutton und schaut Filme mit #zoom.

Dann gibt es noch 1 Tool für Vokabeln, 1 Tool für Aussprache, 1 Tool für Grammatik, 1 Tool für Lernen mit Bildern, 1 Tool für Gruppenarbeiten und ja, es gibt auch ein Tool für das versenden der Hausaufgaben – die Email.

Die #schulcloud vom #HPI wurde übrigens auch eingeführt.

Das Staatlich geförderte Soziale Netzwerk

Wenn du schon steuern zahlst darfst du dich wertgeschätzt fühlen. Du hast die HPI SchulCloud mit unterstützt.

Meine Schwester bekam eine Email von ihrer Lehrerin mit einem Link und der schnellen Aufforderung sich dort bis Freitag anzumelden. Hat Sie gemacht, ging auch alles super, leider weis Sie jetzt nur nicht was man mit den anderen 600 Schülern alles schreiben soll. Gibt ja auch noch #WhatsApp, #Signal, und #threema. Naja, immerhin kann Sie sich mit ihren 13 Jahren nun mit den 20 Jährigen Abiturienten über die spannenden Schulthemen austauschen. Ihr Lehrerin hat übrigens bis zum jetzigen Zeitpunkt noch keinen Account erstellt. Schade.

Das ist weder witzig noch spannend. Es ist meiner Meinung nach ein massives Versäumnis von Chancen, Verschwendung von Geldern und vor allem stress den man wirklich nicht braucht.


Ich stelle die These auf dass das Lernen mithilfe von YouTube um einiges effektiver wäre.

Es braucht mehr digitalen Content

Daniel Jung, SimpleClub und Lehrer Schmitt helfen meinem Bruder in der Schule. Millionen weitere Schüler lernen fast ausschließlich mit Lernvideos.

Ein einfacher Ansatz – Videos zum lernen verwenden.
Das Flipped Classroom Prinzip könnte weiterhelfen die Lehrenden zu entlasten und die Effizienz von Schülern zu steigern.

Moderne Lehrer sollten die Rolle eines Managers und Unternehmens einnehmen. Sie stellen den Schülern die Reccourcen und Mittel zur verfügung und helfen bei Fachfragen. Vor allem lösen Sie Probleme. Theoretisch zumindest.

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